Einleitung

Seit 1985 forschen wir auf dem Gebiet der viszeralen Osteopathie.

Die Ergebnisse dieser ersten statischen Analyse , die auf Röntgenaufnahmen und Echogrammen basiert, zeigen, dass es eine charakteristische und wiederholte Dynamik der viszeralen Strukturen gibt.
Dies bedeutet, dass die Viszera sich unter physiologischen Bedingungen in einer spezifischen und ähnlichen Weise bewegt unter dem Einfluss des zunehmenden Abdominaldruckes bei der Atembewegung.

Eine weitere statistische Analyse auf Grundlage der Röntgenaufnahmen hat gezeigt, dass diese viszerale Dynamik bei abdominalen Beschwerden(wie zum Beispiel Magenschmerzen und Reflux) verändert werden kann und dass einer definitierten Beschwerdeform eine spezifische dynamische Veränderung zu entsprechen scheint.

Bei einer dritten Studie war es uns möglich, ein inter-viszerales Druckmodell zu entwickeln. Statistisch signifikante Zusammenhänge werden zwischen bestimmten viszeralen dynamischen Parametern sichtbar und führen zu vertikalen und gekreuzten abdominalen Drucksäulen.

Wir haben uns dabei  auf den Begriff „Evidence based medicine“ gestützt und  eine qualitative Meta-Analyse der Diaphragmafunktion  erarbeitet.

Mehrere Hundert von Studien wurden  von uns analysiert und zusammengefasst; so konnten wir in einem gewissen Mass die Diaphragmafunktion  und – dysfunktion verstehen,  ebenso wie und warum sich diese Drucksäulen entwickeln können.

Neuere Studien haben das Konzept der „viszeralen slide“ hervorgehoben, das „einen Raum zur Diskussion mit der Medizinwelt eröffnet“.

Diese Studien dienen zum Aufbau und zur Unterstützung des osteopathischen Gesamtkonzepts und zur Integration der viszeralen Osteopathie.

Wir schlagen neue viszerale Normalisierungen vor, die auf die Kenntnis dieser physiologischen Dynamik und deren Dysfunktionen sowie  auf die viskoelastischen Eigenschaften des Gewebes gründen und in das Gesamtkonzept der Drucksäulen  integriert sind.

Eine weitere qualitative Meta-Analyse der im Drucksäulenmodell integrierten mechanischen urogenitalen Funktion und Dysfunktion führte uns zur Entwicklung eines Programms für urogenitale Normalisierung bei äusserlicher Behandlung

Ausserdem setzen wir unsere Forschungen mit einer Gruppe von Ingenieuren der Polytechnischen Fakultät der Universität Mons (FPMs-Belgien) zur Entwicklung eines Analysesystems der viszeralen Dynamik mittels medizinischer Bildgebung fort.